Eine Hausmaus erkennst du an ihrem graubraunen Fell, den großen, fast nackten Ohren und dem Schwanz, der ungefähr so lang ist wie der Körper. Meistens siehst du aber zuerst ihre Spuren und nicht das Tier selbst: kleine, schwarze Kotkrümel, angenagte Verpackungen und einen strengen Geruch im Schrank. Gerade im Herbst sucht sie warme Verstecke und zieht deshalb gern in Keller, Küche und Dachboden ein. Hier erfährst du, wie du die Hausmaus sicher bestimmst, wie du sie von Feldmaus, Waldmaus und Ratte unterscheidest und warum Vorbeugen mehr bringt als jede spätere Jagd.
Kurz gesagt: Die Hausmaus (Mus musculus) ist 7 bis 11 Zentimeter lang, wiegt etwa 20 bis 25 Gramm und hat einen geringelten Schwanz von 7 bis 10 Zentimetern. Typisch sind reiskorngroße Kotkrümel, Nagespuren an Lebensmitteln und ein Geruch nach Ammoniak. Die Art lebt das ganze Jahr in Gebäuden und kann bis zu achtmal im Jahr Junge bekommen.
- Wie sieht eine Hausmaus aus?
- Welche Spuren hinterlässt eine Hausmaus?
- Hausmaus, Feldmaus, Waldmaus oder Ratte – wie unterscheidest du sie?
- Wie lebt die Hausmaus?
- Wie schnell vermehrt sich die Hausmaus?
- Warum kommt die Hausmaus im Herbst ins Haus?
- Ist die Hausmaus gefährlich?
- Was tun, wenn du eine Hausmaus entdeckt hast?
- Fazit: Die Hausmaus früh erkennen lohnt sich
- Häufige Fragen zur Hausmaus
Wie sieht eine Hausmaus aus?
Die Hausmaus ist ein kleines, schlankes Nagetier mit mausgrauem bis braungrauem Rücken und etwas hellerem Bauch. Der Übergang zwischen Rücken und Bauch ist fließend. Auffällig sind die großen, runden Ohren, die spitze Schnauze mit langen Tasthaaren und der lange Schwanz mit deutlich sichtbaren Schuppenringen. Ein ausgewachsenes Tier passt bequem in eine Handfläche.
Die folgenden Werte gelten für frei lebende Tiere. Weiße Labormäuse und Farbmäuse aus dem Zoohandel werden deutlich schwerer, teils 45 bis 60 Gramm (Wikipedia: Hausmaus).
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Kopf-Rumpf-Länge | 7 bis 11 cm |
| Schwanzlänge | 7 bis 10 cm, also etwa körperlang |
| Gewicht | etwa 20 bis 25 g |
| Fell | oben mausgrau bis braungrau, unten etwas heller |
| Ohren und Augen | Ohren groß und fast nackt, Augen eher klein |
| Aktivität | vor allem nachts, ganzjährig im Gebäude |

Welche Spuren hinterlässt eine Hausmaus?
Die Spuren einer Hausmaus fallen meist früher auf als das Tier selbst. Am eindeutigsten ist der Kot: schwarzbraune, reiskorngroße Krümel mit spitzen Enden, oft in Schubladen, hinter dem Herd oder entlang von Wänden. Dazu kommen angenagte Verpackungen, ein strenger Ammoniakgeruch und nächtliches Kratzen oder Trippeln in Decke und Wänden.
Die fünf typischen Anzeichen
- Kot: etwa 3 bis 8 Millimeter lang, frisch weich und glänzend, alt hart und grau. Wie du ihn sicher entfernst, steht im Ratgeber Mäusekot richtig entfernen.
- Nagespuren: feine, paarige Zahnrillen an Kartons, Tüten, Seifen, Kabeln und Dämmstoff.
- Geruch: Mäuseurin riecht streng nach Ammoniak, vor allem in geschlossenen Schränken.
- Geräusche: Kratzen, Nagen und Trippeln, meistens in der Nacht. Kommen die Geräusche von oben, hilft der Beitrag zu Mäusen in der Zwischendecke.
- Laufspuren und Nester: dunkle Schmierstreifen an Kanten sowie Nester aus zerrupftem Papier, Stoff oder Dämmwolle.

Hausmaus, Feldmaus, Waldmaus oder Ratte – wie unterscheidest du sie?
Die Hausmaus unterscheidet sich von ihren Verwandten vor allem durch den langen Schwanz, das gleichmäßig graue Fell und die Lebensweise im Gebäude. Die Feldmaus hat einen kurzen Schwanz und kleine Ohren, die Waldmaus große Kulleraugen und einen scharf abgesetzten weißen Bauch. Ratten sind bereits als Jungtier sichtbar kräftiger und haben einen dickeren Kopf.
| Tier | Größe (Körper) | Schwanz | Erkennungszeichen | Im Haus? |
|---|---|---|---|---|
| Hausmaus | 7–11 cm | etwa körperlang, geringelt | graubraun, große Ohren, Ammoniakgeruch | ganzjährig |
| Feldmaus | 9–12 cm | kurz, etwa ein Drittel der Körperlänge | gedrungen, kleine Ohren, stumpfe Schnauze | selten |
| Waldmaus / Gelbhalsmaus | 8–13 cm | körperlang oder länger | große Augen und Ohren, weißer Bauch, springt | vor allem im Herbst |
| Spitzmaus | 5–9 cm | mittellang | rüsselartige Schnauze, winzige Augen, kein Nagetier | gelegentlich |
| Wanderratte | 20–28 cm | kürzer als der Körper, dick | stumpfe Schnauze, Kot 1–2 cm | Keller, Kanal |
Die Größenangaben sind Richtwerte, Jungtiere fallen kleiner aus. Die Unterscheidung von Feld- und Wühlmaus erklärt der Artikel Feldmaus oder Wühlmaus, die beiden Rattenarten der Vergleich Wanderratte und Hausratte. Eine Besonderheit ist die Spitzmaus: Sie frisst Insekten, ist mit dem Igel näher verwandt als mit Mäusen und steht unter Naturschutz.

Wie lebt die Hausmaus?
Die Hausmaus ist ein Kulturfolger und lebt in Mitteleuropa fast ausschließlich in der Nähe des Menschen. Sie ist überwiegend nachtaktiv, klettert geschickt und bewegt sich bevorzugt an Wänden entlang. Ihr Revier ist klein, oft liegen Nest und Futterquelle nur wenige Meter auseinander. Deshalb tauchen Kot und Nagespuren meist gehäuft an wenigen Stellen auf.
Was frisst eine Hausmaus?
Als Allesfresser bevorzugt die Maus Getreide, Samen, Nüsse, Müsli, Tierfutter und Süßes. Insekten und Fett verschmäht sie ebenfalls nicht. Weil sie an vielen Stellen nur kleine Mengen frisst, verunreinigt sie deutlich mehr Vorräte, als sie tatsächlich verzehrt.
Wo bauen Hausmäuse ihr Nest?
Nester entstehen in warmen, geschützten Hohlräumen: hinter Küchensockeln, in Zwischendecken, in Dämmung, in Kartons im Keller und auf dem Dachboden. Als Material dient alles, was sich zerrupfen lässt. Typische Fundorte auf dem Dachboden beschreibt der Ratgeber Mäuse im Dachboden.
Wie schnell vermehrt sich die Hausmaus?
Hausmäuse vermehren sich bei gutem Nahrungsangebot das ganze Jahr über. Ein Weibchen kann bis zu achtmal im Jahr Junge bekommen, im Schnitt drei bis acht pro Wurf. Die Tragzeit dauert etwa drei Wochen, und die Jungtiere sind schon mit sechs Wochen geschlechtsreif. Aus einem einzelnen Weibchen im Herbst kann bis zum Frühjahr eine ganze Familie werden.
- Tag 0: Paarung, Weibchen paaren sich oft mit mehreren Männchen.
- Nach etwa 3 Wochen: Geburt von drei bis acht nackten, blinden Jungen.
- Nach weiteren 3 Wochen: Die Jungen sind entwöhnt und wiegen rund 6 Gramm.
- Mit 6 Wochen: Die Jungtiere werden selbst geschlechtsreif.
Diese Werte stammen aus der zoologischen Übersicht bei Wikipedia. Unter Stress, etwa bei knappem Futter und wenig Platz, verlangsamt sich die Vermehrung.
Warum kommt die Hausmaus im Herbst ins Haus?
Im Herbst werden Nahrung und Unterschlupf draußen knapp, und die Nächte werden kalt. Genau dann suchen Mäuse warme, trockene Verstecke mit Futter in der Nähe, also Keller, Garagen, Küchen und Dachböden. Dafür genügen kleinste Öffnungen: Spalten von rund 6 Millimetern reichen den Tieren bereits.
Die häufigsten Einstiegswege
- Spalten unter Außen- und Kellertüren ohne Bürstendichtung
- Kellerfenster und Lichtschächte ohne feines Gitter
- Durchführungen von Rohren und Kabeln in der Außenwand
- Lüftungsöffnungen, Dachtraufen und offene Rollladenkästen
- Garagen und Anbauten mit Übergang ins Haus, siehe Mäuse in der Garage
Warum der Druck in der kalten Jahreszeit so stark steigt, beschreibt der Beitrag Mäuse im Winter ausführlicher.
Ist die Hausmaus gefährlich?
Die Hausmaus ist für Menschen nicht aggressiv, aber als Vorratsschädling und Keimträger ein echtes Problem. Kot und Urin verunreinigen Lebensmittel und Arbeitsflächen und können Krankheitserreger wie Salmonellen verbreiten. Hinzu kommen Schäden an Kabeln, Dämmung und Verpackungen. Angebrochene Lebensmittel mit Kot- oder Nagespuren gehören deshalb in den Müll.
Und das Hantavirus?
Beim Hantavirus lohnt sich ein genauer Blick. Das Robert Koch-Institut führt als Reservoirwirte in Deutschland Rötelmaus, Gelbhalsmaus, Brandmaus, Feldmaus und Wanderratte, die Hausmaus steht nicht auf dieser Liste (RKI-Ratgeber Hantavirus-Erkrankung, Stand 13.11.2020). Übertragen wird das Virus vor allem über aufgewirbelten Staub mit Ausscheidungen. Da im Herbst auch Gelbhalsmäuse in Häuser kommen, gilt beim Aufräumen trotzdem: Kot befeuchten statt fegen, Handschuhe tragen und gut lüften.
Was tun, wenn du eine Hausmaus entdeckt hast?
Hast du eine Maus entdeckt, geht es zuerst darum, Futterquellen zu entziehen und Einstiegswege zu finden. Danach sorgt ein Geruch, den Mäuse meiden, dafür, dass Laufwege unattraktiv werden. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du im Ratgeber Maus im Haus: was tun?.
- Vorräte sichern: Müsli, Mehl, Nüsse und Tierfutter in dicht schließende Glas- oder Metalldosen umfüllen.
- Spuren kartieren: Kotfunde notieren, denn Nest und Einstieg liegen meist in der Nähe.
- Öffnungen schließen: Spalten mit Stahlwolle, Metallgitter oder Bürstendichtungen abdichten, weil Mäuse Schaum und Silikon durchnagen.
- Laufwege vergrämen: Das Patronus Mäuse & Ratten Power Abwehrspray auf Laufwege und Einstiegsstellen sprühen und in hartnäckigen Fällen alle zwei Wochen wiederholen.
- Kontrollieren: Nach ein bis zwei Wochen prüfen, ob noch frischer Kot auftaucht.
Das Abwehrspray arbeitet mit Zitroneneukalyptusöl, Geraniol und Pfefferminzöl. Es vertreibt Mäuse über ihren Geruchssinn und tötet sie nicht. Wer Mäuse ohne Fallen loswerden möchte, findet weitere Wege im Beitrag Mäuse loswerden ohne Töten. Einen kostenlosen Fahrplan zum Ausdrucken bietet das E-Book „Erfolgsplan gegen Mäuse & Ratten“. Das gesamte Sortiment steht in der Kategorie Produkte gegen Nager. Bei großem Befall, etwa mit Spuren in mehreren Räumen, ist ein Profi sinnvoll, die Preise vergleicht der Ratgeber Kammerjäger für Mäuse: Kosten.

Fazit: Die Hausmaus früh erkennen lohnt sich
Die Hausmaus ist klein, graubraun, großohrig und trägt einen körperlangen, geringelten Schwanz. Verräterisch sind vor allem Kotkrümel mit spitzen Enden, Nagespuren und Ammoniakgeruch. Weil sich Hausmäuse alle drei Wochen vermehren können, zahlt sich schnelles Handeln aus: Vorräte sichern, Öffnungen ab rund 6 Millimetern schließen und Laufwege mit einem Abwehrduft unattraktiv machen. Wer im Herbst vorbeugt, hat im Winter meist Ruhe.
Häufige Fragen zur Hausmaus
Wie groß ist eine Hausmaus?
Ein ausgewachsenes Tier misst 7 bis 11 Zentimeter ohne Schwanz, der Schwanz ist mit 7 bis 10 Zentimetern etwa gleich lang. Frei lebende Tiere wiegen rund 20 bis 25 Gramm. Tiere mit deutlich über 15 Zentimetern Körperlänge sind keine Mäuse, sondern junge oder erwachsene Ratten.
Wie sieht der Kot einer Hausmaus aus?
Mäusekot ist schwarzbraun, etwa 3 bis 8 Millimeter lang und hat spitze Enden, ähnlich einem Reiskorn. Frischer Kot glänzt und ist weich, alter Kot wird hart und grau. Rattenkot ist mit 1 bis 2 Zentimetern deutlich größer und meist stumpf.
Kommt eine Hausmaus selten allein?
Einzelne Mäuse sind selten, denn Hausmäuse leben in Familiengruppen und vermehren sich schnell. Siehst du eine Maus am Tag, ist das oft ein Hinweis auf mehrere Tiere, weil Hausmäuse eigentlich nachtaktiv sind. Frischer Kot an verschiedenen Stellen bestätigt den Verdacht.
Überträgt die Hausmaus das Hantavirus?
Laut Robert Koch-Institut gehört diese Mausart in Deutschland nicht zu den Reservoirwirten des Hantavirus. Die Hauptüberträger sind vor allem Rötelmaus, Gelbhalsmaus, Brandmaus, Feldmaus und Wanderratte. Mäusekot enthält aber andere Keime, deshalb Kot immer befeuchten, mit Handschuhen aufnehmen und nicht aufwirbeln.
Wie alt wird eine Hausmaus?
In Menschenobhut erreicht das Tier zwei bis drei Jahre, einzelne Tiere werden älter. Frei lebende Hausmäuse sterben meist deutlich früher, weil Katzen, Eulen, Marder und Winterkälte ihnen zusetzen. Dafür gleicht die schnelle Vermehrung mit bis zu acht Würfen im Jahr Verluste rasch aus.
Welcher Geruch vertreibt Mäuse?
Mäuse orientieren sich stark über den Geruchssinn und meiden intensive ätherische Öle wie Pfefferminze und Eukalyptus. Hausmittel mit getränkten Wattebällchen verfliegen allerdings schnell. Ein Abwehrspray mit Zitroneneukalyptusöl und Geraniol lässt sich gezielt auf Laufwege sprühen und regelmäßig erneuern. Mehr Wege zeigt der Ratgeber Mäuse vertreiben.
Autor dieser Beiträge
berndt@patronus.shop
Gründer von Patronus
"Stell dir vor, du hättest einen Helfer an deiner Seite, der alltägliche Probleme für dich löst, Krankheiten abwendet und sich schützend vor dich stellt, wenn du dich am meisten fürchtest oder ekelst. Wäre das Leben dann nicht deutlich entspannter und sicherer? Weil wir der festen Überzeugung sind, dass jedes Lebewesen dieser Erde einen solchen Beschützer verdient, haben wir zum Wohl aller die Marke Patronus gegründet."
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