Die Wespen kreisen um den Kaffeetisch, landen auf dem Kuchen und gehen dir mit jedem Tag mehr auf die Nerven? Eine Wespenfalle verspricht schnelle Abhilfe – günstig, einfach und aus Dingen, die du längst zu Hause hast. Doch eine Falle ist nicht für jede Situation die beste Wahl, und falsch aufgestellt lockt sie sogar mehr Wespen an, als sie fängt.
In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du eine Wespenfalle in wenigen Minuten selbst baust, womit du sie befüllst, wo du sie aufstellst – und warum es oft die klügere Lösung ist, Wespen erst gar nicht anzulocken, statt sie zu fangen.

- Wie funktioniert eine Wespenfalle?
- Wespenfalle selber bauen: Schritt für Schritt
- Das beste Lockmittel für die Wespenfalle
- Der wichtigste Punkt: die richtige Platzierung
- Wespenfalle kaufen oder selber bauen?
- Warum eine Falle das Problem nicht löst
- Unsere Empfehlung: Wespen gezielt fernhalten
- Fazit
- Häufige Fragen
Wie funktioniert eine Wespenfalle?
Das Prinzip ist immer gleich: Ein süßer oder gärender Duft lockt die Wespe in einen Behälter, aus dem sie nicht mehr herausfindet. Klassisch ist die Trichterfalle – die Wespe krabbelt durch eine enge Öffnung hinein, findet den Rückweg aber nicht, weil sie instinktiv nach oben und zum Licht fliegt, nicht zurück durch den schmalen Trichter.
Eine Falle reduziert die Zahl der Wespen in unmittelbarer Nähe. Sie löst aber nicht die Ursache: Solange Nahrung lockt oder ein Nest in der Nähe ist, kommen ständig neue Tiere nach.
Wespenfalle selber bauen: Schritt für Schritt
Die bekannteste Variante ist die PET-Flaschen-Falle. Du brauchst nur eine leere Plastikflasche, eine Schere und ein Lockmittel.
Das brauchst du
- eine leere PET-Flasche (1 bis 1,5 Liter)
- eine Schere oder ein Cuttermesser
- etwas Klebeband oder einen Tacker
- ein süßes Lockmittel (siehe unten)
So gehst du vor
- Flasche durchschneiden: Trenne die Flasche im oberen Drittel quer durch, dort wo sie sich zum Hals verjüngt.
- Trichter formen: Drehe das abgeschnittene Oberteil um und stecke es mit dem Flaschenhals nach unten in den unteren Teil – so entsteht ein Trichter.
- Befestigen: Fixiere die beiden Teile mit Klebeband oder einem Tacker.
- Lockmittel einfüllen: Gib das Lockmittel in den unteren Teil, etwa zwei bis drei Finger hoch.
- Aufhängen oder aufstellen: Stell die Falle an den gewünschten Platz oder häng sie auf. Fertig.
Tipp: Bestreiche den inneren Trichter zusätzlich mit etwas Marmelade oder Honig – das lockt die Wespen leichter hinein.
Das beste Lockmittel für die Wespenfalle
Die Füllung entscheidet, ob die Falle funktioniert. Bewährt haben sich:
- Im Hochsommer: süße Lockstoffe wie verdünnter Fruchtsaft, Limonade, Sirup oder etwas Marmelade in Wasser. Ein Schuss Essig hält Bienen fern, die du ja nicht fangen willst.
- Im Spätsommer: Wespen brauchen dann mehr Eiweiß – ein kleines Stück Fleisch oder Wurst kann zusätzlich wirken.
Wichtig: Ein Spritzer Spülmittel ins Wasser bricht die Oberflächenspannung, sodass die Wespen nicht auf der Flüssigkeit landen und wieder wegfliegen können.
Bienen schützen: Verwende nie reinen Honig als Lockmittel, denn der zieht vor allem Bienen an – und die stehen unter strengem Naturschutz. Essig im Lockmittel hält Bienen weitgehend fern, weil sie den sauren Geruch meiden.
Der wichtigste Punkt: die richtige Platzierung
Hier machen die meisten den entscheidenden Fehler. Eine Wespenfalle gehört nicht mitten auf den Tisch oder direkt neben den Sitzplatz. Sonst lockst du die Wespen genau dorthin, wo du deine Ruhe haben willst.
Richtig ist:
- Stell die Falle mehrere Meter entfernt vom Tisch auf, am besten in einer Ecke des Gartens oder am Rand der Terrasse.
- Platziere sie dort, wo die Wespen abgefangen werden, bevor sie zu dir gelangen – also zwischen Nest beziehungsweise Anflugrichtung und deinem Sitzplatz.
- Leere und reinige die Falle regelmäßig, damit sie wirksam bleibt und nicht unangenehm riecht.

Wespenfalle kaufen oder selber bauen?
Eine selbst gebaute Falle ist kostenlos und schnell gemacht, sieht aber oft unschön aus und muss häufiger gewartet werden. Fertige Wespenfallen aus Glas sind langlebiger, optisch ansprechender und lassen sich leichter reinigen – eine gute Wahl für Terrasse und Balkon, wenn die Falle dauerhaft stehen soll. Welche Variante für dich passt, hängt davon ab, ob du eine schnelle Soforthilfe oder eine dauerhafte Lösung suchst.
Aber – und das ist der entscheidende Punkt – eine Falle fängt immer nur einzelne Wespen. Sie löst das Grundproblem nicht.
Warum eine Falle das Problem nicht löst
Eine Wespenfalle bekämpft das Symptom, nicht die Ursache. Solange Wespen Nahrung an deinem Tisch finden oder ein Nest in der Nähe haben, kommen ständig neue nach. Im schlimmsten Fall zieht eine schlecht platzierte Falle sogar zusätzliche Wespen aus der Nachbarschaft an.
Die nachhaltigere Strategie ist daher Prävention: Wespen gar nicht erst anlocken und kritische Stellen am Haus so behandeln, dass die Tiere den Bereich meiden. Profis kombinieren beides – gezielter Langzeitschutz an Fenstern, Rolladenkästen und Terrassenecken plus konsequentes Fernhalten, damit sich erst gar kein Nest bildet.
Unsere Empfehlung: Wespen gezielt fernhalten
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Mit Langzeitwirkung für innen und außen. Statt einzelne Wespen zu fangen, hältst du sie gleich vom kritischen Bereich fern – Fensterrahmen, Rolladenkasten, Terrassenecken. So beugst du der Nestbildung vor und hast den ganzen Sommer Ruhe, ganz ohne ständiges Leeren und Nachfüllen einer Falle.
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Eine Falle und Langzeitschutz schließen sich übrigens nicht aus: Du kannst eine Falle am Gartenrand aufstellen und gleichzeitig die kritischen Stellen am Haus behandeln – so fängst du einzelne Tiere ab und verhinderst zugleich, dass überhaupt neue nachkommen.
Fazit
- Eine Wespenfalle baust du in Minuten aus einer PET-Flasche und einem süßen Lockmittel.
- Spülmittel ins Wasser verhindert das Entkommen, Essig hält geschützte Bienen fern.
- Platzierung ist alles: mehrere Meter vom Sitzplatz entfernt, nie mittendrin.
- Eine Falle fängt nur einzelne Wespen – die Ursache bleibt.
- Für dauerhafte Ruhe: Wespen mit Langzeitschutz fernhalten, statt sie nur zu fangen.
Häufige Fragen
Was ist das beste Lockmittel für eine Wespenfalle? Im Hochsommer wirken süße Stoffe wie verdünnter Fruchtsaft, Limonade oder Sirup am besten. Im Spätsommer kann zusätzlich ein kleines Stück Fleisch oder Wurst helfen, weil Wespen dann mehr Eiweiß brauchen. Ein Schuss Essig hält Bienen fern, ein Spritzer Spülmittel verhindert das Entkommen.
Wo stelle ich eine Wespenfalle am besten auf? Mehrere Meter vom Tisch oder Sitzplatz entfernt, idealerweise zwischen der Anflugrichtung der Wespen und deinem Aufenthaltsort. So werden die Tiere abgefangen, bevor sie zu dir gelangen. Niemals direkt auf den Tisch stellen.
Fängt eine Wespenfalle auch Bienen? Das kann passieren, wenn du Honig oder rein süße Lockmittel verwendest. Ein Schuss Essig im Lockmittel hält Bienen weitgehend fern, da sie den sauren Geruch meiden. Bienen stehen unter strengem Naturschutz und sollten nicht gefangen werden.
Hilft eine Wespenfalle wirklich gegen das Wespenproblem? Sie reduziert kurzfristig die Zahl der Wespen in der Nähe, löst aber nicht die Ursache. Solange Nahrung lockt oder ein Nest in der Nähe ist, kommen neue Tiere nach. Für dauerhafte Ruhe ist es wirksamer, Wespen mit Langzeitschutz fernzuhalten und der Nestbildung vorzubeugen.
Darf ich eine Wespenfalle einfach so benutzen? Eine Falle für einzelne Wespen am eigenen Sitzplatz ist grundsätzlich erlaubt. Das großflächige Töten von Wespen oder das Entfernen eines Nests ist dagegen problematisch, da Wespen unter Naturschutz stehen. Bei einem Nest wendest du dich an einen Schädlingsbekämpfer oder die Naturschutzbehörde.
Autor dieser Beiträge
berndt@patronus.shop
Gründer von Patronus
"Stell dir vor, du hättest einen Helfer an deiner Seite, der alltägliche Probleme für dich löst, Krankheiten abwendet und sich schützend vor dich stellt, wenn du dich am meisten fürchtest oder ekelst. Wäre das Leben dann nicht deutlich entspannter und sicherer? Weil wir der festen Überzeugung sind, dass jedes Lebewesen dieser Erde einen solchen Beschützer verdient, haben wir zum Wohl aller die Marke Patronus gegründet."
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