Silberfische oder Papierfische? Die Insekten sehen sich zum Verwechseln ähnlich, haben aber unterschiedliche Lebensräume und Nahrungsvorlieben. Zur einfachen Identifikation kannst du Klebefallen nutzen. Bekämpfen lassen sich die Arten am besten mit speziellen Sprays und Köderdosen.
Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale im Überblick
| Merkmal | Silberfische (Lepisma saccharina) | Papierfische (Ctenolepisma longicaudata) |
|---|---|---|
| Größe | 7-12 mm | Bis zu 15 mm |
| Farbe | Silber bis grau, metallischer Glanz | Einheitlich grau, ohne metallischen Glanz |
| Antennen & Schwanzfäden | Kürzer | Länger |
| Lebensraum | Feuchte Umgebungen (Bäder, Küchen, Keller) | Trockenere Umgebungen (Dachböden, Bibliotheken) |
| Ernährung | Kohlenhydrate, Zucker, Stärke, Zellulose | Papier, zellulosehaltige Materialien |
| Aktivitätszeit | Hauptsächlich nachts | Auch tagsüber aktiv |
| Verstecke | Boden, Ritzen, feuchte Bereiche | Rauhe Oberflächen, Wände, hinter Bilderrahmen |
Was sind Papierfischchen?
Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata) sind graue, flügellose Insekten von bis zu 15 mm
Länge, die trockene, warme Räume besiedeln – Dachböden, Regale, Bücher, Tapeten. Anders als der
Silberfisch brauchen sie keine Feuchtigkeit, und genau deshalb verschwinden sie nicht von allein,
wenn du das Bad besser lüftest. Papierfischchen wirst du dauerhaft nur mit einem Köder los, der
auch die Tiere im Versteck erreicht.
Der häufigste Fehler steht schon am Anfang: Wer Papierfischchen für Silberfischchen hält,
bekämpft sie am falschen Ort und mit den falschen Mitteln. Dieser Ratgeber zeigt dir zuerst, wie du
die beiden Arten sicher auseinanderhältst, und danach, was gegen Papierfischchen tatsächlich
wirkt.
Wenn du aktiv gegen diese unerwünschten Mitbewohner vorgehen möchtest, ist es wichtig, zunächst festzustellen, ob es sich bei den Insekten um Silberfische oder Papierfische handelt. Trotz ihrer optischen Ähnlichkeit unterscheiden sie sich besonders in Bezug auf ihren bevorzugten Lebensraum und ihre Nahrungsquellen.
Dabei haben beide auch einige Gemeinsamkeiten: Sowohl Silberfische als auch Papierfische gehören zur Ordnung der Fischchen (Zygentoma). Beide Arten haben eine Vorliebe für warme Umgebungen und sind lichtscheu. Fischchen bevölkern die Erde bereits seit 300 Millionen Jahren. Sowohl Silberfischchen als auch Papierfischchen sind “synanthrop”, was bedeutet, dass sie vorrangig in menschlichen Behausungen und dazugehörigen Gebäuden zu finden sind.
Optisch ähneln sie sich stark. Ihr Körperbau ist länglich und tropfenförmig, wobei der vordere Bereich breiter ist als der hintere. Sie besitzen sechs Beine, zwei lange Antennen und drei Schwanzfäden, und ihr Körper ist mit Schuppen bedeckt.
Papierfischchen oder Silberfischchen: die Unterschiede
Obwohl sie auf den ersten Blick sehr ähnlich erscheinen, gibt es einige charakteristische Unterschiede zwischen Silberfischen und Papierfischen, die eine klare Identifizierung ermöglichen. Papierfische sind im Allgemeinen größer als Silberfische, besitzen deutlich längere Antennen und Schwanzfäden und haben eine dunklere, matte Farbgebung.
Silberfische benötigen eine feuchte Umgebung, um zu gedeihen, weshalb sie häufig in Bereichen mit hoher Luftfeuchtigkeit wie Badezimmern, Waschküchen, Kellern und Küchen, etwa unter Spülbecken, anzutreffen sind. Im Gegensatz dazu sind Papierfische nicht auf eine solche Feuchtigkeit angewiesen, was es ihnen ermöglicht, sich überall im Haus auszubreiten, wo sie genügend Versteckmöglichkeiten und Nahrungsquellen finden. Ihre Fähigkeit, sich in kleinsten Spalten zu verbergen und sich von nahezu allem zu ernähren, was in unseren Wohnungen zu finden ist, macht sie zu äußerst anpassungsfähigen Bewohnern.
Die bevorzugten Verstecke beider Arten sind jedoch ähnlich und umfassen Ritzen und Fugen, Sockelleisten sowie lose Tapeten. Während Silberfische meist am Boden bleiben, bevorzugen Papierfische raue Oberflächen und sind häufig auch an Wänden zu finden. Sie verbergen sich zudem hinter Bilderrahmen oder in Bücherregalen.
Die wichtigsten Merkmale zur Unterscheidung der Fischchen im Überblick:
Silberfische (Lepisma saccharina)
- Aussehen: Silberfische messen typischerweise zwischen 7 und 12 mm, besitzen einen länglichen, schmalen Körper und sind von silberner bis grauer Farbe mit einem metallischen Glanz.
- Lebensraum: Diese Insekten bevorzugen feuchte Umgebungen und sind oft in Bädern, Küchen und Kellern anzutreffen.
- Ernährung: Ihre Diät besteht hauptsächlich aus kohlenhydratreichen Substanzen wie Zucker, Stärke und Zellulose. Mehr dazu in “Von was ernähren sich Silberfische”.
Erfahre hier mehr über Silberfische.

Papierfische (Ctenolepisma longicaudata)
- Aussehen: Papierfische sind etwas größer als Silberfische und erreichen eine Länge von bis zu 15 mm. Sie haben einen einheitlich grauen Körper ohne den metallischen Schimmer der Silberfische.
- Lebensraum: Im Gegensatz zu Silberfischen bevorzugen Papierfische trockenere Umgebungen wie Dachböden und Bibliotheken.
- Ernährung: Sie ernähren sich hauptsächlich von Papier und anderen zellulosehaltigen Materialien, was ihnen ihren Namen gibt.
Erfahre hier mehr über Papierfische.
Papierfischchen sicher erkennen
Zur Identifikation der Tierchen kannst du wie folgt vorgehen:
- Überprüfe feuchte Bereiche: Für die Identifizierung von Silberfischen untersuchst du besonders feuchte Orte in deinem Haus.
- Suche nach Schäden an Büchern und Papieren: Papierfische hinterlassen oft deutliche Fraßspuren an Papiermaterialien.
- Achte auf die Aktivitätszeit: Silberfische sind hauptsächlich nachts aktiv, während Papierfische auch tagsüber aktiv sein können.
- Stelle Klebefallen auf: Platziere diese Fallen in deiner Wohnung oder deinem Haus, insbesondere entlang der Sockelleisten, unter Möbeln, in Bücherregalen und unter dem Waschbecken. Die Insekten bleiben daran haften und du kannst leicht erkennen, um welche Art es sich handelt.
Achtung: Es ist durchaus möglich, dass beide Arten gleichzeitig in Ihrem Zuhause vorhanden sind.
Woher kommen Papierfischchen in der Wohnung?
Papierfischchen kommen fast immer mit etwas ins Haus: mit Kartons, Umzugskisten, Altpapier,
gebrauchten Büchern oder Lieferungen aus dem Lager. Sie wandern selten von draußen ein, weil sie
Wärme und Trockenheit brauchen. Wer sie einmal hat, hat sie meist eingeschleppt – und genau deshalb
tauchen sie auch in neuen, sauberen Wohnungen auf.
Ein Befall sagt also nichts über die Sauberkeit eines Haushalts aus. Er sagt etwas darüber, was
zuletzt in die Wohnung getragen wurde.
Papierfischchen bekämpfen: was wirklich wirkt
Die Wahl der Bekämpfungsmethode hängt davon ab, ob du es mit Silberfischen oder Papierfischen zu tun hast. Wenn du die Sache vereinfachen und möglichst wenig Aufwand haben willst, greifst du zu Mitteln, die direkt gegen beide Arten wirken.
Die Wirkung von Hausmitteln wie Backpulver oder Lavendel ist nicht wissenschaftlich belegt. Halte dich damit also nicht allzu lange auf und experimentiere nicht zu lange. In dieser Zeit kann die Population der Fischchen rasant ansteigen und du hast schnell ein massives Problem.
Es empfiehlt sich, zunächst alle potenziellen Verstecke abzudichten, beispielsweise durch das Versiegeln von Sockelleisten und Rissen in den Fliesen mit Silikon. Anschließend sollten Köderdosen und Sprays, die eine langanhaltende Wirkung versprechen, zum Einsatz kommen.
Bewährte Mittel sind die Patronus Köderdosen und das Patronus Silberfische-Spray, das ebenfalls gegen Papierfischchen sehr wirksam ist. Trage das Spray auf Sockelleisten und mögliche Schlupfwinkel auf. Bei Kontakt mit dem Mittel sterben die Insekten schnell ab. Das Spray bleibt über mehrere Wochen aktiv und eignet sich für die Anwendung auf verschiedenen, auch empfindlichen Oberflächen.
Gut zu wissen: Das sind die Top Fressfeinde von Silberfischen.
Warum Papierfischchen schwerer loszuwerden sind als Silberfischchen
Papierfischchen sind hartnäckiger als Silberfischchen, weil sie nicht auf Feuchtigkeit
angewiesen sind. Ein trockengelegtes Bad vertreibt Silberfischchen zuverlässig – Papierfischchen
stört es nicht. Sie leben in Räumen, die ohnehin trocken sind, vermehren sich dort langsam, aber
stetig, und fallen oft erst auf, wenn Bücher, Tapeten oder Kartons Fraßspuren zeigen.
Was das für die Bekämpfung bedeutet
Weil sich Papierfischchen über den ganzen Raum verteilen und nicht an einer feuchten Stelle
sitzen, führt punktuelles Sprühen selten zum Ziel. Wirksam ist ein Köder an den Laufwegen –
entlang von Fußleisten, hinter Regalen, in Schrankecken. Die Tiere nehmen ihn auf und tragen den
Wirkstoff in ihr Versteck. Eine Klebefalle daneben zeigt dir, ob der Befall zurückgeht.
Papierfischchen vorbeugen
Prävention bei Silberfischen oder Papierfischen ist entscheidend, um langfristig zu verhindern, dass diese unerwünschten Gäste sich in Ihrem Heim ansiedeln. Hier sind einige detaillierte und effektive Strategien zur Vorbeugung:
- Regulierung der Luftfeuchtigkeit: Eine der Hauptattraktionen für Silberfische ist Feuchtigkeit. Einsatz von Entfeuchtern und regelmäßiges Lüften der Räume sind effektive Methoden, um die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Zuhause zu senken. Besonders in feuchtigkeitsanfälligen Bereichen wie Bädern, Kellern und Küchen sollte auf eine gute Belüftung geachtet werden. Dies hilft, die Umgebung weniger gastfreundlich für Silberfische zu machen, die hohe Luftfeuchtigkeit für ihr Überleben benötigen.
- Sauberkeit: Regelmäßiges Reinigen ist essentiell, um Nahrungsquellen für Silberfische und Papierfische zu eliminieren. Staubsaugen und Wischen helfen, Krümel und Staub zu entfernen, die möglicherweise organische Materialien enthalten, welche diese Schädlinge anziehen könnten. Achte besonders darauf, schwer zugängliche Bereiche wie unter Möbeln und Geräten zu reinigen, da sich hier oft Verstecke für diese Insekten befinden.
- Dichtungen verbessern: Überprüfe dein Zuhause regelmäßig auf Risse und Spalten in Wänden, Fußböden, rund um Fenster und Türen sowie andere Zugangspunkte, die als Eingänge für diese Insekten dienen könnten. Verwende geeignete Dichtungsmittel wie Silikon, um diese Öffnungen abzudichten. Dies reduziert nicht nur die Eintrittsmöglichkeiten für die Schädlinge, sondern verbessert auch die Energieeffizienz Ihres Heims.
Durch die Kombination dieser Maßnahmen kannst du ein Umfeld schaffen, das für Silberfische und Papierfische unattraktiv ist und somit die Wahrscheinlichkeit eines Befalls erheblich verringern.
Fazit
Um effektiv gegen Silberfische oder Papierfische vorzugehen, ist es wichtig, die Art korrekt zu bestimmen. Untersuche feuchte Bereiche auf Silberfische und achte auf Fraßspuren an Papiermaterialien, die auf Papierfische hindeuten könnten. Die nächtliche Aktivität der Silberfische im Vergleich zur potenziellen Tagaktivität der Papierfische kann ebenfalls ein guter Indikator sein. Nicht zuletzt bieten Klebefallen eine einfache Möglichkeit, die Insekten einzufangen und genauer zu bestimmen.
Verlass dich nicht auf Hausmittel, deren Wirkung oft nicht wissenschaftlich belegt ist. Stattdessen ist es ratsam, alle potenziellen Schlupfwinkel zu versiegeln und spezielle Köderdosen sowie Sprays zu verwenden, die langanhaltend wirken. Produkte wie das Patronus Silberfische-Spray bewähren sich sowohl gegen Silber- als auch gegen Papierfische, indem sie eine schnelle und effektive Lösung bieten, die über Wochen hinweg wirksam bleibt.
Um einem erneuten Befall vorzubeugen, ist es entscheidend, die Umgebung weniger gastfreundlich für diese Insekten zu gestalten. Die Regulierung der Luftfeuchtigkeit, das Aufrechterhalten von Sauberkeit und das Abdichten von Rissen und Spalten sind effektive Methoden, um Silberfische und Papierfische dauerhaft fernzuhalten.
Häufige Fragen zu Papierfischchen
Was ist der Unterschied zwischen Papierfischchen und Silberfischchen?
Papierfischchen sind in der Regel größer als Silberfischchen, haben längere Antennen und Schwanzfäden und weisen eine dunklere, matte Farbe auf. Sie bevorzugen trockenere Umgebungen wie Dachböden und Bücherräume. Silberfischchen hingegen benötigen feuchte Bedingungen, um zu überleben, und sind häufig in Bädern, Küchen und Kellern zu finden.
Warum habe ich Silberfische oder Papierfische in der Wohnung?
Silberfische und Papierfische finden sich oft in Wohnungen, weil sie ideale Bedingungen wie Feuchtigkeit und Verstecke in Rissen und Spalten vorfinden. Silberfische werden von der Feuchtigkeit angezogen, während Papierfische Zellulosequellen wie Papier und Klebstoff bevorzugen, die in vielen Haushalten reichlich vorhanden sind.
Welchen Schaden richten Silberfische oder Papierfische an?
Obwohl Silberfische und Papierfische als Schädlinge gelten, sind sie in der Regel nicht gesundheitsschädlich für den Menschen. Sie können jedoch materiellen Schaden anrichten, indem sie wichtige Dokumente, Bücher und Tapeten fressen. Ihre Anwesenheit kann auch ein Hinweis auf ein größeres Feuchtigkeitsproblem im Haus sein, das weitere Schäden verursachen kann.
Was kann man gegen Silberfische oder Papierfische tun?
Um Silberfische oder Papierfische zu bekämpfen, ist es wichtig, ihre Lebensbedingungen zu verschlechtern, indem man Feuchtigkeit reduziert und Risse sowie Spalten abdichtet. Regelmäßiges Reinigen hilft, Nahrungsquellen zu eliminieren. Chemische Bekämpfungsmittel wie Insektizidsprays und Köderdosen können ebenfalls eingesetzt werden, um bestehende Populationen zu reduzieren.
Wie sehen Papierfische oder Silberfische aus?
Papierfische und Silberfische sind kleine, flügellose Insekten mit einem länglichen, tropfenförmigen Körper. Silberfische messen typischerweise zwischen 7 und 12 mm, haben einen schmalen Körper und sind silbern bis grau mit einem metallischen Glanz. Sie sind bekannt für ihre schnellen Bewegungen und verfügen über sechs Beine sowie drei lange Schwanzfäden am Ende ihres Körpers. Papierfische sind in der Regel etwas größer, erreichen eine Länge von bis zu 15 mm, und ihre Körperfarbe ist einheitlich grau ohne den metallischen Schimmer der Silberfische. Auch sie besitzen sechs Beine und drei Schwanzfäden, jedoch sind ihre Antennen und Schwanzfäden oft länger als die der Silberfische.
Sind Papierfischchen gefährlich?
Papierfischchen übertragen keine Krankheiten und beißen nicht. Der Schaden ist materiell: Sie
fressen an Papier, Buchbindeleim, Tapeten und Textilien und können über die Zeit Bücher, Fotos und
Dokumente beschädigen. Gesundheitlich sind sie harmlos – ärgerlich sind sie trotzdem.
Wie unterscheide ich Papierfischchen von Silberfischchen?
Am schnellsten am Glanz und am Aufenthaltsort: Silberfischchen glänzen metallisch silbrig und
sitzen in feuchten Räumen wie Bad und Küche. Papierfischchen sind einheitlich grau, matt, mit
längeren Antennen und Schwanzfäden, und sie leben in trockenen Räumen wie Dachboden, Arbeitszimmer
oder Bücherregal.
Autor dieser Beiträge
berndt@patronus.shop
Gründer von Patronus
"Stell dir vor, du hättest einen Helfer an deiner Seite, der alltägliche Probleme für dich löst, Krankheiten abwendet und sich schützend vor dich stellt, wenn du dich am meisten fürchtest oder ekelst. Wäre das Leben dann nicht deutlich entspannter und sicherer? Weil wir der festen Überzeugung sind, dass jedes Lebewesen dieser Erde einen solchen Beschützer verdient, haben wir zum Wohl aller die Marke Patronus gegründet."
Mehr Erfahren




